COVID-19-PANDEMIE – Begleitung von Sterbenden in Pflegeeinrichtungen ermöglichen

„Sterbende Menschen dürfen in unserer Gesellschaft und in dieser Situation nicht allein gelassen werden. Den Angehörigen muss ein würdevoller Abschied ermöglicht werden“, unterstreicht der Vorsitzende der Ethikkommission der Pflegekammer Niedersachsen Lutz Schütze. Bewohnerinnen und Bewohner von Alten- und Pflegeeinrichtungen gehören zu den am meisten durch das Coronavirus bedrohten Menschen. Das Besuchs- und Betretungsverbot solcher Einrichtungen in Niedersachsen schützt die Bewohner und die Pflegefachpersonen vor einer Ansteckung. In Situationen am Lebensende muss den nahestehenden Personen von Sterbenden die Möglichkeit zur Begleitung und Verabschiedung gewährt werden. Die Anwendung geltender Hygieneregeln und weitestgehende Abstandswahrung kann dieses ermöglichen.

Neben einer adäquaten Sterbebegleitung muss auch die palliative Versorgung in Alten- und Pflegeheimen gewährleistet sein. Hilfreich ist eine vorrausschauende gesundheitliche Versorgungsplanung. Diese muss die individuellen Entscheidungen von Bewohnerinnen und Bewohnern beachten und sollte in einem offenen und einfühlsamen Dialog erfolgen. Um eine optimale Behandlung und Betreuung zu garantieren, sollte bei Bedarf auch auf ambulante Hospiz- und Palliativdienste zurückgegriffen werden.

Die Pressemitteilung finden Sie hier als pdf-Download.

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